Fernsehturm

Wer schonmal in Dresden, also auf dem Elberadweg, war, kennt ihn längst vom Sehen – der Dresdner Fernsehturm in Dresden-Wachwitz ist als größter Sekt-Kelch der Welt weithin sichtbar, denn er ist höher als der Berliner Fernsehturm. Er thront seit 1969 auf einem Hügel am Wachwitzer Elbhang im schönen Dresdner Osten und liegt seit dem auch höher über dem Meeresspiegel als die Berliner Konkurrenz, bei der nur das Bauwerk selbst höher ist, aber freilich nicht das Gesamtkunstwerk Fernsehturm und Stadtlandschaft.

Fernsehturm
Fernsehturm

An dem 1969 eröffneten und seit 1991 gesperrten Turmbau hängen für die Dresdner und Gäste viele Erinnerungen. Die Bismarcktürme am Spitzhaus in Radebeul-Wahnsdorf und auf der Dresdner Südhöhe oder der Luisenhof in Loschwitz sind Ergänzungen, doch kein gleichwertiger Ersatz für den Fernsehturm als Aussichtsturm.

Kaffeetrinken in 148 Metern Höhe und mit toller Aussicht, dafür setzt sich seit Jahren der Verein Fernsehturm Dresden ein, der die Wiedereröffnung fordert und noch größere Pläne hat, schreibt Weber heute in der Sächsischen Zeitung.

Spätestens seit 2014 wird das Thema heiß diskutiert. Damals hatte der Verein eine Petition mit 12 000 Unterschriften Dirk Hilbert (FDP) übergeben, der damals nur Vertreter der Oberbürgermeisterin war. In seinem Wahlkampf um das Amt erklärte Hilbert, die Stadt werde eine Vorlage zur Sanierung einbringen. Den Kontakt mit dem Eigentümer habe er bereits aufgenommen. Als das nicht wurde, erwirkte der Verein, dass Stadt Land und Eigentümer – die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm – eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Das Ergebnis wurde im Juni 2017 vorgelegt. Das 90 000 Euro teure Gutachten besagt, dass keine der vorgeschlagenen Varianten von den Experten „uneingeschränkt empfohlen“ wird. Risiken haften an allen.

Die vom Verein favorisierte Variante mit Seilbahn und Televersum, eine Art Wissenschaftspark, scheidet laut den Gutachtern komplett aus. Der Eingriff in Landschaft und Natur wäre nicht genehmigungsfähig. Diese Lösung hätte laut Gutachten 61,5 Millionen Euro gekostet, nach den neuesten Erkenntnissen aber wohl noch viel mehr. Dennoch ist dies die Variante, die der Verein am liebsten hätte. Ohne Televersum, aber mit Seilbahn, würde laut Machbarkeitsstudie 30,4 Millionen Euro kosten. Auch diese Variante halten die Gutachter für nicht genehmigungsfähig.

Die geringsten Einwände hatten die Gutachter noch bei der einfachen Sanierung des Turms, mit einem Café, entweder im Turm oder im Fuß des Turms. Dafür wird allerdings eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung benötigt. 2017 waren sie von 15,5 Millionen Euro dafür ausgegangen. Die Summe liegt nun, nach erneuten Untersuchungen allerdings bei 25,6 Millionen Euro. Laut Machbarkeitsstudie lägen hierfür die jährlichen Kosten für Unterhalt, betrieb und Personal bei rund 1,66 Millionen Euro. Um diese zu erwirtschaften, müsste die Fahrt in den Turm bei 7,20 Euro pro Person liegen, wenn 230 000 Besucher pro Jahr kommen.

Nach der Veröffentlichung der Studie diskutierten Dresdens Politiker heftig über das Thema. Einige sprachen sich uneingeschränkt für die Sanierung aus. Andere sahen die Prioritäten der Stadt eher im Schul- und Kitaplatzbau. Später waren sich aber alle Fraktionen einig, dass das Projekt ernsthaft diskutiert wird. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat eine Lenkungsgruppe dafür eingesetzt. Ein Problem sind die Eigentumsverhältnisse: Der Turm gehört der Deutschen Funkturm und diese hat nicht die Absicht, ihn auf eigene Kosten zu sanieren. Zwischenzeitlich hieß es sogar, die Telekom-Tochter wolle den Turm verkaufen. Das letzte Signal zum Thema war, dass im Haushaltsplan der Stadt für 2019/2020 die Verwaltungsspitze kein Geld für den Turm eingeplant hat. OB Hilbert erklärt das so: Aktuell müsse die Steuerungsgruppe diskutieren, ob und wenn ja, in welcher Variante der Turm saniert wird. „Bevor dort Geld investiert wird, sind wir aus dem Haushalt 2019/2020 raus.“

Das könnte sich nun ändern. Wenn die Gelder vom Bund sicher sind und sich auch das Land beteiligt, müsste Dresden eine vergleichsweise geringe Summe aufbringen, um den Turm sanieren zu können. Nun wird wohl neu diskutiert. Um sofort Geld bereitzustellen, müsste aber der Stadtrat einen entsprechenden Antrag stellen. Der Haushalt soll am 22. November beschlossen werden. Unklar ist damit aber noch, wer das Turm-Café betreiben soll und ob sich dieses rechnen kann. Ein dauerhaftes Zuschussgeschäft wolle keiner. Die Gutachter sagen allerdings, dass ein wirtschaftlicher Betrieb des Turms „nicht möglich scheint“. Außerdem verweisen sie darauf, dass Zusatzkosten anfallen, um das Straßennetz im Umfeld zu erneuern, eine Busverbindung zum Turm einzurichten und für mögliche Ausgleichsmaßnahmen.

Nun muss der Eigentümer eine Planung für die Sanierung machen und die Fördermittel von Bund, Stadt und Land beantragen. Danach benötigt er eine Baugenehmigung. Ergeben die Prüfungen des Antrags, dass die Bedenken der Gutachter ausgeräumt werden können, kann der Turm saniert werden. Wann das sein wird, ist allerdings unklar.

Fraunhofer

Fraunhofer richtet ein Leistungszentrum „Smart Production and Materials“ in Dresden und Chemnitz ein. Die Ingenieure sollen unter anderem exzellente Grundlagenforschung der TU Dresden in kommerzielle Produkte ummünzen.

Von Heiko Weckbrodt (oiger.de) in Dresdner Neueste Nachrichten

In Dresden entsteht ein weiteres Fraunhofer-Leistungszentrum. Im Fokus steht die Verbindung aus neuartigen Werkstoffen und digitalisierter Produktion. Die Ingenieure sollen dort unter anderem austesten, wie sich selbstwandelnde Materialien wirtschaftlich produzieren lassen – zum Beispiel Prothesen, die ein Patienten-Leben lang nachwachsen, oder unfalldämpfende Autokarosserien.

Dafür hat die Fraunhofer-Gesellschaft (FHG) nun ein bisher in Chemnitz konzentriertes Leistungszentrum für „Smart Production“ auf den Standort Dresden erweitert und zum Leistungszentrum „Smart Production and Materials“ umfirmiert. Die FHG wird das Zentrum mit einer Million Euro pro Jahr unterstützen. Das sächsische Wissenschaftsministerium gibt ab 2019 voraussichtlich jährlich 1,5 Millionen Euro dazu, wenn der Landtag zustimmt.

Für das Exzellenz-Forschercluster „Dresden Center for Materiomics“ (DCM), das die TU Dresden beantragt hat, bilde „das Leistungszentrum die ideale Transferplattform für die Überführung der Grundlagenergebnisse über die angewandte Forschung in die regionalen Unternehmen“, schätzte die FHG ein.

Große Hoffnungen verknüpft vor allem TU-Professor Gianaurelio Cuniberti vom Lehrstuhl für Materialwissenschaften und Nanotechnologie mit diesem Leistungszentrum: „Wenn wir den Zuschlag bekommen, wollen wir im DCM eine neue Ära der Werkstoffwissenschaft einläuten“, kündigte Prof. Cuniberti an. „Und die Ergebnisse unserer Grundlagenforschung kann dann das Leistungszentrum in kommerzielle Produkte transferieren.“ Er sei sehr froh, dass sich Fraunhofer mit dem erweiterten Leistungszentrum deutlich zum Werkstoffforschungs-Standort Dresden bekannt habe.

TU Freiberg

Im DCM wollen die Forscher vor allem Computeranalysen einsetzen, um ganz neuartige Materialien zu designen, die sich beispielsweise zeitlich gesteuert verändern: Implantate, die Kindern eingepflanzt werden, müssen dann nicht mehr alle Jubeljahre per OP ausgewechselt werden, sondern wachsen mit den Patienten mit. Ein anderes Beispiel sind Autobauteile, die bei einem Unfall binnen Sekundenbruchteilen automatisch ihre Steifigkeit verändern und so den Aufprall abfedern. „Im Leistungszentrum wollen wir dafür sorgen, dass solche exzellente Grundlagenforschung auch in der Industrie verwendet werden kann“, betonte Martin Kunath, der im Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden für die strategische Vermarktung und Verwertung von Entwicklungsergebnissen zuständig ist. Von daher erkläre sich auch die Kombination mit dem Chemnitzer Zentrum für „Smart Production“, das auf modernste Fertigungsprozesse spezialisiert ist: Das gemeinsame Transferzentrum soll jeweils Wege finden, die innovativen Werkstoffe auch wirtschaftlich verarbeiten zu können, und erste Demonstratoren fertigen.

„Letztlich steht dahinter eine Vision für Sachsen“, ergänzte Prof. Cuniberti: „Wir wollen ein unschlagbare Dreieck formen: Dresden konzentriert sich auf die Werkstoffforschung, Chemnitz auf die Produktionsverfahren und Freiberg um die Ressourcen-Gewinnung und das Recycling.“

Fraunhofer betreibt in Dresden bereits ein Mikroelektronik-Leistungszentrum.

 

Kohlenstofffaser

Carbonfasern – seit den 1960er-Jahren wird das Material industriell hergestellt, für Flugzeuge, Autos, Windkraftanlagen. Doch das Potential der Fasern ist viel größer, sagen Forscher in Dresden. Sie wollen damit zum Bespiel völlig neue, leichtere und leistungsfähige Batterien herstellen.

Es beginnt mit einem kleinen Staatsakt. Am 2. November 2018 kommt die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen, Dr. Eva-Maria Stange, ins Research Center Carbon Fibers (RCCF). Denn in der gemeinsamen Forschungseinrichtung des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) und des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden wird das neue Carbon-Technikum eröffnet.

Carbon Technikum – das klingt erstmal nicht neu. Seit Jahrzehnten wird an dem Material geforscht. Stimmt, sagen die Dresdner Chemiker und Ingenieure. Aber das Potential des Materials ist längst nicht ausgereizt, so Diplom-Ingenieur Daniel Wolz. Denn die Zukunft heißt: “Maßgeschneiderte Kohlenstoff-Fasern.”

Maßgeschneidert aus dem Reinraum

Daniel Wolz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im neuen Technikum. Er hat den Aufbau der Ablage mit betreut, ein sogenannter Reinstraum. Rauschen erfüllt die Luft, Filteranlagen sorgen dafür, dass auch nicht der kleinste Partikel den Prozess in der Carbonanlage beeinflussen kann. Auf 300 Quadratmetern steht die Anlage mit ihrer grauen Heizung, den großen Spulen, Rohren, Schaltern und Computerbildschirmen. Sie soll Fasern hervorbringen, die es so noch nicht gibt.

Seit den 1960er-Jahren werden Carbonfasern industriell herstellt. Denn Carbon ist fünfmal leichter und dreimal fester als der festete Stahl, erklärt Prof. Hubert Jäger, der Leiter der Professur Systemleichtbau und Mischbauweisen an der TU Dresden. Die Raum- und auch die Luftfahrt wären ohne leichte Carbonteile nicht denkbar.

Offshore-Windanlagen, wo die Windflügel Längen von über 100 Meter erreicht haben, das können sie ohne Carbon nicht erreichen. Formel-1-Sportwagen sind ohne Carbonfasern nicht vorstellbar.

Prof. Hubert Jäger

Doch all das gibt es schon. Der Chemiker Hubert Jäger will sich neuen Bereichen zuwenden, dahin, wo nicht schon andere den Fuß in der Tür haben. Er will Carbon als Katalysator nutzen, oder als Elektrischen Leiter und Träger von Energie. Als „Filtermaterial oder sogar als Stromkabel in naher Zukunft”, so Jäger.

LEICHTER UND LEISTUNGSFÄHIGER: CARBON-AKKUS

Das nächste Forschungsprojekt dreht sich deshalb auch um Batterien aus und mit Carbon. Ein Feld, das bisher nicht bearbeitet wird, erklärt der wissenschaftliche Mitarbeiter Daniel Wolz. Batterien mit Carbon könnten deutlich leichter und leistungsfähiger sein. Und genau dafür ist das neue Technikum gedacht.

Dass man sowohl die Batterieleute, die Energiespeicher-Experten, zusammen bringt mit den Faserexperten und gleichzeitig diesen Leichtbauhintergrund in der Anwendung hat, der weltweit so nicht an einem einzigen Institut existiert.

Daniel Wolz

Hubert Jäger hat all diese Experten zusammengebracht und will die Carbon-Forschung in Deutschland auf Weltmarktniveau bringen. Bisher sei das nicht der Fall, sagt der Chemiker. Die Japaner, Korea oder die Amerikaner seien da viel weiter, Deutschland eher noch ein Schlusslicht. Das soll sich mit der Carbon-Forschungsanlage in Dresden ändern.

Leichtbau
Leichtbau-Zentrum ILK Dresden

mdr Radio, die großen Fragen unserer Zeit

Schokoladenfabrik

Lokalhistoriker und geschichtlich bewanderte Feinschmecker schnalzen bei dem Namen mit der Zunge: Jordan & Timaeus. Das traditionsreiche Dresdner Unternehmen bestand von 1823 bis 1931 und gilt als älteste deutsche Schokoladenfabrik.

Schokoladenfabrik
Schokoladenfabrik Dresden-Neustadt

Jetzt soll die Marke wiederbelebt werden. Die Produktionsstätte befand sich im Bereich der Jordan- und der Timaeusstraße in der Äußeren Neustadt. Dort wurde 1839 die Milchschokolade erfunden, basierend auf Eselsmilch.

Nun haben sich zwei Unternehmerinnen die Namensrechte gesichert, um die Marke Jordan & Timaeus wiederzubeleben. In Lüneburg betreiben Christina Englert und Janina Käsche eine Schokoladenmanufaktur mit zehn Angestellten, die ab November auch Schoko unter dem historischen Label verkauft. Es solle sich um hochwertige Bioprodukte ohne fremde Zusätze wie Palmöl handeln.

Verkaufstart von Jordan & Timaeus ab 9. November 2018

Der Verkauf der Produkte der 2015 neugegründeten Firma beginne im Rahmen des 1. Choco-Classico-Festivals, das vom 9. bis 11. November 2018 im Zwinger stattfinden wird. Die Produktpalette von Jordan & Timaeus werde unter anderem Tafelschokolade, Pralinen, Brotaufstrich und Trinkschokolade umfassen. Die Sache hat aber auch ihren Preis: So sollen 50 Gramm einer als Hommage ans Original mit teurer Eselsmilch präparierten Schokolade für sechs Euro zu haben sein. „Wir schauen, wie sich das entwickelt. Langfristig wollen wir in Dresden produzieren“, kündigt Geschäftsführerin Janina Käsche an. Künftig sollen sich die Produkte im Bio-Einzelhandel finden, zudem sind sie ab nächster Woche online im Angebot.

Schramm, Dresdner Neueste Nachrichten

Augenforschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird im Rahmen des Schwerpunktprogramms 2127 „Gen- und zellbasierte Therapien gegen neuroretinale Degeneration“ vier Forschungsgruppen aus Dresden mit mehr als einer Millionen Euro für drei Jahre fördern.

Das Schwerpunktprogramm vereint 29 Experten aus der Sehforschung und der klinischen Ophthalmologie, um gen- und zellbasierte Therapien zur Behandlung von derzeit unheilbaren Erblindungskrankheiten in einem deutschlandweiten Netzwerk zu entwickeln. Die Forschungsteams sind am Zentrum für Regenerative Therapien Dresden und am Biotechnologiezentrum als Teil des Center for Molecular and Cellular Bioengineering der TU Dresden sowie am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Dresden angesiedelt.

Die Wissenschaftler werden bei dem Vorhaben unter anderem mit Organoiden der Netzhaut arbeiten, das sind dreidimensonale retinale organähnliche Systeme, die sich für die Forschung zum Beispiel zur Makuladegeneration besser eignen als typische Labortiere. Entwickelt hat die Organoide die Arbeitsgruppe um Mike Karl, Gruppenleiter für Retinale Degeneration und Regeneration am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen.

„Der Schlüssel für zukünftige Therapien ist das Verständnis der pathologischen Prozesse während der Photorezeptordegeneration, einschließlich Gewebeumbau und Narbenbildung. Darüber hinaus stellen diese menschlichen Modellretinas potenzielle präklinische Testsysteme dar, um die Integration von transplantierten Photorezeptoren in menschliches Empfängergewebe zu untersuchen und für zukünftige Therapien zur Wiederherstellung des Sehvermögens durch Zellersatz zu optimieren“, hieß es aus Dresden.

Die Arbeitsgruppe um Marius Ader, Experte für Photorezeptorzelltransplantation, erhält Mittel für ein gemeinsames Forschungsprojekt mit Jochen Guck, um aus 3D-Organoiden genügend menschliche Photorezeptoren zu gewinnen. So sollen hochangereicherte Photorezeptortransplantate für die Zelltransplantation zur Verfügung gestellt und in vorklinischen Modellen getestet werden.

Ein drittes gefördertes Projekt zielt darauf ab, präzise Genome-Veränderungen in Photorezeptoren als möglichen zukünftigen Therapieansatz zu etablieren. Dieses Projekt wird von Volker Busskamp vom Zentrum für Regenerative Therapien Dresden gemeinsam mit Knut Stieger von der Universität Gießen geleitet.

Center for Regenerative Therapies Dresden
Center for Regenerative Therapies Dresden

Quelle: Ärzteblatt

Waldschlösschenbrücke

Fledermäuse ziehen in ihre Winterquartiere. Deshalb gibt es bis Ende März kein nächtliches Tempo-30-Limit auf der Brücke mehr. Somit lösen die Blitzer vorm Neustädter Tunnel erst ab Tempo 50 statt ab Tempo 30 aus.

In diesem Monat wurde der neue Rekord aufgestellt, teilt das Ordnungsamt mit. Geblitzt wurde ein Auto, das nach Abzug der Toleranz 117 Stundenkilometer fuhr, 87 km/h schneller als erlaubt. Es kam bergab aus dem Neustädter Tunnel und fuhr Richtung Altstadt. Damit wurde der bisherige Temporekord vom April 2015 übertroffen, als ein Auto mit 116 km/h über die Brücke brauste.

Die jährliche Geschwindigkeitsbegrenzung gilt vom 1. April bis 31. Oktober. Das war vor dem Bau der Waldschlößchenbrücke vom Oberverwaltungsgericht Bautzen festgelegt worden. Das hob mit einem Urteil vom November 2007 zwar den Baustopp auf und machte somit den Weg für den Brückenbau frei. In der Brücke sahen die Richter auch keine Gefahr für die Kleine Hufeisennase. Doch um sie zu schützen, verpflichtete das Gericht die Stadt zu Nachbesserungen und legte ein nächtliches Tempo-Limit von 30 Stundenkilometern während der Flugsaison der Fledermäuse fest. Eine verletzte oder getötete Hufeisennase, genannt Hufi, wurde der Stadt zufolge noch nicht gesehen – wie überhaupt noch keines der Tiere.

Waldschlösschenbrücke
Waldschlösschenbrücke zwischen Albertbrücke und Loschwitzer Brücke (Blaues Wunder)

TransCampus

Die Werkstoff-Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden (TUD) und des „King’s College“ in London schmieden eine Forschungsallianz: Nach Medizinern, Biologen und Nachrichtentechnologen machen nun auch die Materialforscher beim gemeinsamen „Transcampus“ beider Unis mit.

Beteiligt sind das „Dresden Center for Computational Materials Science“ (DCMS) der TUD und das „Thomas Young Centre“ (TYC) in London. Zusammen wollen sie ein international führendes Forschungscluster in den Materialwissenschaften schmieden. „Dresden ist in Europa und weltweit ein führendes Zentrum der Materialforschung“, schätzte der geschäftsführende DCMS-Direktor Prof. Gianaurelio Cuniberti vom TUD-Lehrstuhl für Materialwissenschaft und Nanotechnik der TU Dresden ein. „Die Kompetenzen von Dresden und London in den Materialwissenschaften ergänzen sich perfekt. Beide Seiten können sich aus der Kooperation neue Impulse erhoffen.“

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten

Einkaufen

Sightseeing und Shoppen kann man in der Dresdner Altstadt ideal verbinden.

Wer mit der Bahn nach Dresden reist, befindet sich direkt in der Innenstadt. Am Hauptbahnhof gelegen bildet der Wiener Platz gemeinsam mit dem Kugelhaus und der sogenannten Prager Spitze das hochmoderne Eingangsportal zur Stadt und ist perfekt, um das Erlebnis Dresden bei einem ersten Kaffee zu genießen.

Das Gesicht des Wiener Platz wird von Glassolitären und dem neuen Hauptbahnhof geprägt. Der britische Stararchitekt Sir Norman Foster baute den Verkehrsknotenpunkt zu einem der schönsten Bahnhöfe Deutschlands um. Das Membrandach des zweistöckigen Bahnhofs leuchtet nachts schimmernd weiß und Reisende werden von Licht durchfluteten Hallen empfangen.
Danach wurde der Hauptbahnhof zum Einkaufsbahnhof umgebaut und empfängt Dresdner und Reisende mit einer Fülle von Geschäften, die täglich geöffnet haben.

Das dem Hauptbahnhof gegenüberliegende Kugelhaus am Wiener Platz entstand in Anlehnung an das bereits in ähnlicher Form vor dem 2. Weltkrieg existierende Gebäude und beherbergt ebenfalls viele Läden. Hier beginnt die Prager Straße, die als eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands gilt.

Die Prager Straße wurde in Zeiten der DDR als Vorzeigequartier wiederaufgebaut. Heute mischt sich diese “Ostmoderne” mit preisgekrönter zeitgenössischer Architektur und bildet ein stadtbildnerisches Gesamtkunstwerk. Dresdens größter Hotelkomplex, die ibis Hotels, wie auch einige der wichtigsten Handelsunternehmen sorgen tagsüber für eine quirlige Atmosphäre aus Dresdnern und Touristen. Natürlich findet man hier die großen Marken und Filialen ebenso wie das Warenhaus Karstadt Dresden und Peek&Cloppenburg. Mit über 100 Läden, gastronomischen Einrichtungen und Dienstleistern ist die Centrum Galerie eine wichtige Einkaufsadresse.
Mit ihrer Mischung aus einprägsamen städtebaulichen Formen und ihren Verweil-, Einkaufs- und Erlebnisangeboten ist die “Prager” wieder ein Meeting Point für Dresdner und ihre Gäste.

Von der Prager Straße aus führt der Weg direkt weiter in die Altmarkt-Galerie, ein weiteres attraktives Einkaufszentrum mit etwa 200 Fachgeschäften. Rings um den Altmarkt und in den angrenzenden Straßen bestimmen kleinere Läden mit individueller Note das Bild.
Der Altmarkt ist ein gesellschaftliches Zentrum der Stadt. Geprägt von den zeitgeschichtlich unterschiedlichsten Bauwerken wie der Kreuzkirche, den Arkadenbauten der Fünfziger Jahre und dem Kulturpalast kristallisieren sich auf diesem Platz Märkte, Feste und Konzerte jeglicher Couleur für Jung und Alt. Eines der Highlights ist der alljährlich stattfindende älteste deutsche Weihnachtsmarkt. Zum Striezelmarkt pilgern im Dezember etwa eine Million Touristen aus aller Welt. Ebenso ist das umliegende Quartier ganzjährig voller sinnlicher Erlebnisse. So empfiehlt sich ein Bummel von der angrenzenden Seestraße durch das Kneipenviertel Weiße Gasse.

Über die Wilsdruffer Straße, ebenfalls eine breite Geschäftsstraße nördlich des Altmarkt, erreicht man das historische Zentrum der Stadt, den Neumarkt. Hier wechseln sich historisch rekonstruierte Gebäude, neue Cafés mit zauberhaften Aussichten, erstklassige Hotellerie und individuelle Shoppingmöglichkeiten für den besonderen Anspruch ab.

Bis zu seiner Zerstörung am 13./14. Februar 1945 war der Dresdner Neumarkt Platz bürgerlicher Barockbaukunst. Infolge blieb er jahrzehntelang unbebaut. Heute strahlt der Neumarkt wieder in neuem Glanz. Die Weihe der Frauenkirche am 30. Oktober 2005 hat Dresden sein Herzstück zurückgegeben. Rund um das weltberühmten Gotteshauses, dessen Wiederaufbau als Symbol der Versöhnung zwischen den Völkern steht, entstehen weitere Quartiere und bringen Bewegung in die Ausformung des Neumarktes.
So finden sich historisch rekonstruierte Gebäude, neue Cafés mit zauberhaften Aussichten, erstklassige Hotellerie und Shoppingmöglichkeiten für den besonderen Anspruch. Eine besondere Adresse ist in diesem Zusammenhang das kleine und feine Quartier an der Frauenkirche, die Einkaufspassage auf drei Etagen am Neumarkt 2. Hier befindet sich auch die Dresden Information.

Der Neumarkt, das heißt auch: Sehen und Gesehen werden. Das Areal ist Bühne und Zuschauerraum zugleich. Die Atmosphäre des barocken Dresden lässt sich entlang des Fürstenzugs, Schlosses, Taschenbergpalais bis hinüber zur Semperoper auf anschauliche Weise genießen.

Einkaufscenter in der Altstadt

Viele Tagesbesucher und Gäste aus dem nahen Umland fahren regelmäßig zum Shoppen nach Dresden. Die Auswahl an Geschäften ist riesig und in der ganzen Stadt boomen Einkaufscenter und -passagen.

Zu den beliebtesten Centern in der Altstadt gehören die Altmarkt-Galerie, die Centrum Galerie und die QF-Passage in der Innenstadt.

Altmarkt-Galerie

Der Alte Markt war bereits im 12. Jahrhundert Handelsmittelpunkt des historischen Dresdens. Hier eröffnete auf geschichtsträchtigem Boden im Herbst 2002 die Altmarkt-Galerie Dresden. Heute zählt sie über 200 Shops, Cafes und Restaurants verteilt auf 3 Ebenen. Unzählige Ausstellungen und Veranstaltungen machen die Altmarkt-Galerie zu einem Anziehungspunkt für Besucher aus Dresden, der Region und Touristen gleichermaßen.
Das Center ist mit seinen beschaulichen Höfen und attraktiven Außenflächen zu einem homogenen Cityquartier mit eigenständigem Charakter geworden.
Zu der Altmarkt-Galerie gehören auch etwa 2.900 Quadratmeter Büroflächen und ein Hotel mit rund 200 Zimmern. Die gelungene Integration in die Altstadt von Dresden wurde durch mehrere internationale Auszeichnungen gewürdigt.

Centrum Galerie

Auf vier Etagen und einer Fläche von 52.000 Quadratmetern befinden sich in der Centrum Galerie über einhundert Läden, gastronomische Einrichtungen und Dienstleister.

Für die charakteristische, retromodern anmutende Fassadengestaltung sowie das Mall-Konzept ist der Dresdner Architekt Peter Kulka verantwortlich. Die Aluminiumwaben der Fassade und die Namensgebung sind eine Reminiszenz an das alte Centrum-Warenhaus, das bis 2006 an dieser Stelle stand.
Nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit wurde die Galerie am 17. September 2009 eröffnet.

QF-Passage

Das Quartier an der Frauenkirche mit seinem erstklassigen QF Hotel und rund 40 hochwertigen, inhabergeführten Geschäften in der QF-Passage stehen exemplarisch für die Zukunft dieses Platzes. QF-Passage und Neumarkt, das heißt auch: Sehen und Gesehen werden. Das Areal ist Bühne und Zuschauerraum zugleich.
Die Atmosphäre des barocken Dresden lässt sich entlang des Fürstenzugs, Schlosses, Taschenbergpalais bis hinüber zur Semperoper auf anschauliche Weise genießen.

Altmarktgalerie

Die Altmarkt-Galerie Dresden befindet sich in der Inneren Altstadt, also direkt im Stadtzentrum Dresdens. Das Einkaufszentrum grenzt südöstlich an den Postplatz an und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 2,5 Hektar zwischen dem Antonsplatz und der Wallstraße im Westen, dem Altmarkt und der Seestraße im Osten sowie dem Dippoldiswalder Platz und dem Dr.-Külz-Ring im Süden. Im Norden wird der Komplex von der Wilsdruffer Straße begrenzt.

Die Altmarkt-Galerie Dresden befand sich ursprünglich im „Hinterhof“ der umgebenden Wohn- und Geschäftsgebäude. Der direkte Durchstoß zur Wilsdruffer Straße wurdeerst im Zuge der Erweiterungsarbeiten eingerichtet. Die Tuchmachergasse führt teilweise als Fußgängerbereich durch das Einkaufszentrum.