Fraunhofer

Fraunhofer richtet ein Leistungszentrum „Smart Production and Materials“ in Dresden und Chemnitz ein. Die Ingenieure sollen unter anderem exzellente Grundlagenforschung der TU Dresden in kommerzielle Produkte ummünzen.

Von Heiko Weckbrodt (oiger.de) in Dresdner Neueste Nachrichten

In Dresden entsteht ein weiteres Fraunhofer-Leistungszentrum. Im Fokus steht die Verbindung aus neuartigen Werkstoffen und digitalisierter Produktion. Die Ingenieure sollen dort unter anderem austesten, wie sich selbstwandelnde Materialien wirtschaftlich produzieren lassen – zum Beispiel Prothesen, die ein Patienten-Leben lang nachwachsen, oder unfalldämpfende Autokarosserien.

Dafür hat die Fraunhofer-Gesellschaft (FHG) nun ein bisher in Chemnitz konzentriertes Leistungszentrum für „Smart Production“ auf den Standort Dresden erweitert und zum Leistungszentrum „Smart Production and Materials“ umfirmiert. Die FHG wird das Zentrum mit einer Million Euro pro Jahr unterstützen. Das sächsische Wissenschaftsministerium gibt ab 2019 voraussichtlich jährlich 1,5 Millionen Euro dazu, wenn der Landtag zustimmt.

Für das Exzellenz-Forschercluster „Dresden Center for Materiomics“ (DCM), das die TU Dresden beantragt hat, bilde „das Leistungszentrum die ideale Transferplattform für die Überführung der Grundlagenergebnisse über die angewandte Forschung in die regionalen Unternehmen“, schätzte die FHG ein.

Große Hoffnungen verknüpft vor allem TU-Professor Gianaurelio Cuniberti vom Lehrstuhl für Materialwissenschaften und Nanotechnologie mit diesem Leistungszentrum: „Wenn wir den Zuschlag bekommen, wollen wir im DCM eine neue Ära der Werkstoffwissenschaft einläuten“, kündigte Prof. Cuniberti an. „Und die Ergebnisse unserer Grundlagenforschung kann dann das Leistungszentrum in kommerzielle Produkte transferieren.“ Er sei sehr froh, dass sich Fraunhofer mit dem erweiterten Leistungszentrum deutlich zum Werkstoffforschungs-Standort Dresden bekannt habe.

TU Freiberg

Im DCM wollen die Forscher vor allem Computeranalysen einsetzen, um ganz neuartige Materialien zu designen, die sich beispielsweise zeitlich gesteuert verändern: Implantate, die Kindern eingepflanzt werden, müssen dann nicht mehr alle Jubeljahre per OP ausgewechselt werden, sondern wachsen mit den Patienten mit. Ein anderes Beispiel sind Autobauteile, die bei einem Unfall binnen Sekundenbruchteilen automatisch ihre Steifigkeit verändern und so den Aufprall abfedern. „Im Leistungszentrum wollen wir dafür sorgen, dass solche exzellente Grundlagenforschung auch in der Industrie verwendet werden kann“, betonte Martin Kunath, der im Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden für die strategische Vermarktung und Verwertung von Entwicklungsergebnissen zuständig ist. Von daher erkläre sich auch die Kombination mit dem Chemnitzer Zentrum für „Smart Production“, das auf modernste Fertigungsprozesse spezialisiert ist: Das gemeinsame Transferzentrum soll jeweils Wege finden, die innovativen Werkstoffe auch wirtschaftlich verarbeiten zu können, und erste Demonstratoren fertigen.

„Letztlich steht dahinter eine Vision für Sachsen“, ergänzte Prof. Cuniberti: „Wir wollen ein unschlagbare Dreieck formen: Dresden konzentriert sich auf die Werkstoffforschung, Chemnitz auf die Produktionsverfahren und Freiberg um die Ressourcen-Gewinnung und das Recycling.“

Fraunhofer betreibt in Dresden bereits ein Mikroelektronik-Leistungszentrum.

 

Waldschlösschenbrücke

Fledermäuse ziehen in ihre Winterquartiere. Deshalb gibt es bis Ende März kein nächtliches Tempo-30-Limit auf der Brücke mehr. Somit lösen die Blitzer vorm Neustädter Tunnel erst ab Tempo 50 statt ab Tempo 30 aus.

In diesem Monat wurde der neue Rekord aufgestellt, teilt das Ordnungsamt mit. Geblitzt wurde ein Auto, das nach Abzug der Toleranz 117 Stundenkilometer fuhr, 87 km/h schneller als erlaubt. Es kam bergab aus dem Neustädter Tunnel und fuhr Richtung Altstadt. Damit wurde der bisherige Temporekord vom April 2015 übertroffen, als ein Auto mit 116 km/h über die Brücke brauste.

Die jährliche Geschwindigkeitsbegrenzung gilt vom 1. April bis 31. Oktober. Das war vor dem Bau der Waldschlößchenbrücke vom Oberverwaltungsgericht Bautzen festgelegt worden. Das hob mit einem Urteil vom November 2007 zwar den Baustopp auf und machte somit den Weg für den Brückenbau frei. In der Brücke sahen die Richter auch keine Gefahr für die Kleine Hufeisennase. Doch um sie zu schützen, verpflichtete das Gericht die Stadt zu Nachbesserungen und legte ein nächtliches Tempo-Limit von 30 Stundenkilometern während der Flugsaison der Fledermäuse fest. Eine verletzte oder getötete Hufeisennase, genannt Hufi, wurde der Stadt zufolge noch nicht gesehen – wie überhaupt noch keines der Tiere.

Waldschlösschenbrücke
Waldschlösschenbrücke zwischen Albertbrücke und Loschwitzer Brücke (Blaues Wunder)

Einkaufen

Sightseeing und Shoppen kann man in der Dresdner Altstadt ideal verbinden.

Wer mit der Bahn nach Dresden reist, befindet sich direkt in der Innenstadt. Am Hauptbahnhof gelegen bildet der Wiener Platz gemeinsam mit dem Kugelhaus und der sogenannten Prager Spitze das hochmoderne Eingangsportal zur Stadt und ist perfekt, um das Erlebnis Dresden bei einem ersten Kaffee zu genießen.

Das Gesicht des Wiener Platz wird von Glassolitären und dem neuen Hauptbahnhof geprägt. Der britische Stararchitekt Sir Norman Foster baute den Verkehrsknotenpunkt zu einem der schönsten Bahnhöfe Deutschlands um. Das Membrandach des zweistöckigen Bahnhofs leuchtet nachts schimmernd weiß und Reisende werden von Licht durchfluteten Hallen empfangen.
Danach wurde der Hauptbahnhof zum Einkaufsbahnhof umgebaut und empfängt Dresdner und Reisende mit einer Fülle von Geschäften, die täglich geöffnet haben.

Das dem Hauptbahnhof gegenüberliegende Kugelhaus am Wiener Platz entstand in Anlehnung an das bereits in ähnlicher Form vor dem 2. Weltkrieg existierende Gebäude und beherbergt ebenfalls viele Läden. Hier beginnt die Prager Straße, die als eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands gilt.

Die Prager Straße wurde in Zeiten der DDR als Vorzeigequartier wiederaufgebaut. Heute mischt sich diese “Ostmoderne” mit preisgekrönter zeitgenössischer Architektur und bildet ein stadtbildnerisches Gesamtkunstwerk. Dresdens größter Hotelkomplex, die ibis Hotels, wie auch einige der wichtigsten Handelsunternehmen sorgen tagsüber für eine quirlige Atmosphäre aus Dresdnern und Touristen. Natürlich findet man hier die großen Marken und Filialen ebenso wie das Warenhaus Karstadt Dresden und Peek&Cloppenburg. Mit über 100 Läden, gastronomischen Einrichtungen und Dienstleistern ist die Centrum Galerie eine wichtige Einkaufsadresse.
Mit ihrer Mischung aus einprägsamen städtebaulichen Formen und ihren Verweil-, Einkaufs- und Erlebnisangeboten ist die “Prager” wieder ein Meeting Point für Dresdner und ihre Gäste.

Von der Prager Straße aus führt der Weg direkt weiter in die Altmarkt-Galerie, ein weiteres attraktives Einkaufszentrum mit etwa 200 Fachgeschäften. Rings um den Altmarkt und in den angrenzenden Straßen bestimmen kleinere Läden mit individueller Note das Bild.
Der Altmarkt ist ein gesellschaftliches Zentrum der Stadt. Geprägt von den zeitgeschichtlich unterschiedlichsten Bauwerken wie der Kreuzkirche, den Arkadenbauten der Fünfziger Jahre und dem Kulturpalast kristallisieren sich auf diesem Platz Märkte, Feste und Konzerte jeglicher Couleur für Jung und Alt. Eines der Highlights ist der alljährlich stattfindende älteste deutsche Weihnachtsmarkt. Zum Striezelmarkt pilgern im Dezember etwa eine Million Touristen aus aller Welt. Ebenso ist das umliegende Quartier ganzjährig voller sinnlicher Erlebnisse. So empfiehlt sich ein Bummel von der angrenzenden Seestraße durch das Kneipenviertel Weiße Gasse.

Über die Wilsdruffer Straße, ebenfalls eine breite Geschäftsstraße nördlich des Altmarkt, erreicht man das historische Zentrum der Stadt, den Neumarkt. Hier wechseln sich historisch rekonstruierte Gebäude, neue Cafés mit zauberhaften Aussichten, erstklassige Hotellerie und individuelle Shoppingmöglichkeiten für den besonderen Anspruch ab.

Bis zu seiner Zerstörung am 13./14. Februar 1945 war der Dresdner Neumarkt Platz bürgerlicher Barockbaukunst. Infolge blieb er jahrzehntelang unbebaut. Heute strahlt der Neumarkt wieder in neuem Glanz. Die Weihe der Frauenkirche am 30. Oktober 2005 hat Dresden sein Herzstück zurückgegeben. Rund um das weltberühmten Gotteshauses, dessen Wiederaufbau als Symbol der Versöhnung zwischen den Völkern steht, entstehen weitere Quartiere und bringen Bewegung in die Ausformung des Neumarktes.
So finden sich historisch rekonstruierte Gebäude, neue Cafés mit zauberhaften Aussichten, erstklassige Hotellerie und Shoppingmöglichkeiten für den besonderen Anspruch. Eine besondere Adresse ist in diesem Zusammenhang das kleine und feine Quartier an der Frauenkirche, die Einkaufspassage auf drei Etagen am Neumarkt 2. Hier befindet sich auch die Dresden Information.

Der Neumarkt, das heißt auch: Sehen und Gesehen werden. Das Areal ist Bühne und Zuschauerraum zugleich. Die Atmosphäre des barocken Dresden lässt sich entlang des Fürstenzugs, Schlosses, Taschenbergpalais bis hinüber zur Semperoper auf anschauliche Weise genießen.

Einkaufscenter in der Altstadt

Viele Tagesbesucher und Gäste aus dem nahen Umland fahren regelmäßig zum Shoppen nach Dresden. Die Auswahl an Geschäften ist riesig und in der ganzen Stadt boomen Einkaufscenter und -passagen.

Zu den beliebtesten Centern in der Altstadt gehören die Altmarkt-Galerie, die Centrum Galerie und die QF-Passage in der Innenstadt.

Altmarkt-Galerie

Der Alte Markt war bereits im 12. Jahrhundert Handelsmittelpunkt des historischen Dresdens. Hier eröffnete auf geschichtsträchtigem Boden im Herbst 2002 die Altmarkt-Galerie Dresden. Heute zählt sie über 200 Shops, Cafes und Restaurants verteilt auf 3 Ebenen. Unzählige Ausstellungen und Veranstaltungen machen die Altmarkt-Galerie zu einem Anziehungspunkt für Besucher aus Dresden, der Region und Touristen gleichermaßen.
Das Center ist mit seinen beschaulichen Höfen und attraktiven Außenflächen zu einem homogenen Cityquartier mit eigenständigem Charakter geworden.
Zu der Altmarkt-Galerie gehören auch etwa 2.900 Quadratmeter Büroflächen und ein Hotel mit rund 200 Zimmern. Die gelungene Integration in die Altstadt von Dresden wurde durch mehrere internationale Auszeichnungen gewürdigt.

Centrum Galerie

Auf vier Etagen und einer Fläche von 52.000 Quadratmetern befinden sich in der Centrum Galerie über einhundert Läden, gastronomische Einrichtungen und Dienstleister.

Für die charakteristische, retromodern anmutende Fassadengestaltung sowie das Mall-Konzept ist der Dresdner Architekt Peter Kulka verantwortlich. Die Aluminiumwaben der Fassade und die Namensgebung sind eine Reminiszenz an das alte Centrum-Warenhaus, das bis 2006 an dieser Stelle stand.
Nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit wurde die Galerie am 17. September 2009 eröffnet.

QF-Passage

Das Quartier an der Frauenkirche mit seinem erstklassigen QF Hotel und rund 40 hochwertigen, inhabergeführten Geschäften in der QF-Passage stehen exemplarisch für die Zukunft dieses Platzes. QF-Passage und Neumarkt, das heißt auch: Sehen und Gesehen werden. Das Areal ist Bühne und Zuschauerraum zugleich.
Die Atmosphäre des barocken Dresden lässt sich entlang des Fürstenzugs, Schlosses, Taschenbergpalais bis hinüber zur Semperoper auf anschauliche Weise genießen.